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Sieger der Vorjahre

2017

2017

Neue Metallsammler in Mittelhäusern BE

Im Frühling hat Amadeus Wittwer, Lernbegleiter in Mittelhäusern, in den Medien über den Prix-Metallrecycling gelesen. Dies motivierte ihn, das Thema Metallsammeln ins Unterrichtsprogramm seiner Lerngruppe mit Kindern zwischen 7 und 12 Jahren aufzunehmen. Der Vorschlag fand Anklang und nach einem Brainstorming entwickelte die Gruppe ein Sammelkonzept für Aludosen für die Überbauung Strassweid, in der rund 100 Familien oder ein Viertel der Einwohner von Mittelhäusern leben. Vorerst wurden Sammelboxen gebaut und an fünf gut frequentierten Orten platziert. In einem zweiten Schritt informierte die Lerngruppe die Quartierbewohner über E-Mail über die neuen Sammelmöglichkeiten für Aludosen. Der Erfolg blieb nicht aus. Bereits nach kurzer Zeit füllten sich die Sammelboxen, die nun die Kinder monatlich mit ihrem Leiterwagen leeren. Bereits konnten ein voller Sack oder rund 10 Kilo an gesammelten Aludosen ins Recyclingwerk Karl Kaufmann im benachbarten Thörishausen geliefert werden. Künftig will Amadeus Wittwer das Sammeln fortsetzen: „Ich denke, dass wir nach den Sommerferien das Sammeln auf weitere Metallverpackungen wie Alutuben und Aluschalen sowie Stahlblechverpackungen ausbauen.“



Non-Profit-Organisation diheiplus mit Recyclingservice im Jahresabo

Bei der Stiftung diheiplus in Neuhausen ist Sammeln und Rezyklieren in die Tagesstruktur sinnvoll integriert. Am neuen Standort „WerTstatt“ sind rund 10 Klienten, die im Recyclingteam begeistert arbeiten. Vor rund 4 Jahren startete Matthias Lüchinger, ein langjähriger Mitarbeiter der Tagesstruktur, mit der Idee, einen Recyclingservice aufzubauen. Angefangen hat es damals mit ein paar wenigen Interessenten.Heute beanspruchen diese Dienstleistung über 105 Kunden - diverse Privathaushalte im Raum Neuhausen und Umgebung sowie Schulhäuser und Restaurants. Für ein Jahresabo von 95 Franken holt dieheiplus einmal pro Woche die gesammelten Wertstoffe wie Nespresso-Kapseln, Altglas, Alu, Metall und PET bei den Kunden ab. Diheiplus sortiert die Ware und bringt sie zur Wiederverwertung in einen Recyclingbetrieb in der Nähe. Für Metallverpackungen bietet die Organisation zusätzlich selbst gestaltete Fässer an, welche in Badeanstalten und zunehmend auch an Events zum Sammeln von leer getrunkenen Aludosen dienen. Das umsichtige Sammeln von diheiplus ist vorbildlich. Im letzten Jahr hat die Organisation neben vielen anderen Wertstoffen bereits mehr als 400 Kilo Aludosen wiederverwertet. Laut Matthias Lüchinger wird das Projekt sukzessive ausgebaut, damit langfristig der Recyclingservice sichergestellt ist. Die Klienten von diheiplus seien äusserst motiviert im Sammeln und Sortieren der Wertstoffe.



Teamwork beim Alusammeln im Thurgau

Eine besondere Freizeitbeschäftigung ist das Sammeln von Aludosen bei der Familie Etter-Röllin in Müllheim Dorf TG. Velotouren im gesamten Kanton Thurgau und von Andelfingen bei Winterthur an den Rheinfall gaben vor zwei Jahren den Anstoss. Entsetzt über herumliegende Aludosen entschloss sich Vater Johnny Etter, aktiv dagegen vorzugehen. Neben dem eigenhändigen Sammeln an Strassen und auf Wiesen hat er in der Zwischenzeit bei verschiedenen Tankstellen und in Bars und Restaurants im Kanton Thurgau in der Farbe Gelb gespritzte Sammelbehälter installiert, die er regelmässig leert und die Sammelware zu Müller Recycling AG in Frauenfeld bringt. Zudem informieren die Töchter Angelina und Nicol praktisch täglich über die sozialen Medien ihren Freundeskreis übers Sammeln. Letztes Jahr gingen über diese Kanäle bereits 1500 Kilo ins Recycling und dieses Jahr wollen die Etter-Röllins die Zweitausender-Marke sprengen. Bei diesem Teamwork in der Familie wird dies wohl einfach erreichbar sein. Das Erstaunliche: Auf ihren Velotouren treffen die Etter-Röllins nur noch knapp ein Dutzend herumliegende Aludosen an.

2016

2016

Mit Tüfteln neues Leben einhauchen

Kinder aus der Innerschweiz lernen im Tüftelwerk in Luzern schon früh den rücksichtsvollen Umgang mit unseren Ressourcen. In der offenen Werkstatt wird im Speziellen mit Alu- und Metallverpackungen experimentiert und getüftelt.  Aus leeren Weissblechdosen von einem Hotel in Luzern entstehen Scharniere nach Mass für originelle Kisten. Gebrauchte Nespressokapseln, die meistens die Kinder von zu Hause mitnehmen, werden gepresst und so entstehen Räder, die selbst gebaute Fahrzeuge zum Rollen bringen. Auch aus leeren Aludosen wird Neues. In einem selbst fabrizierten Schmelzofen werden die Dosen eingeschmolzen und aus dem flüssigen Aluminium formen die Kinder Schlüsselanhänger oder Alubarren. Die Leiterin des Tüftelwerkes, Andrea Erzinger, betrachtet es als eine wichtige Aufgabe, den Kindern weiterzugeben, wie Ressourcen geschont werden und Gebrauchtes zu neuem Leben erweckt wird. Das Tüftelwerk macht vorbildliche Sensibilisierungsarbeit zusammen mit Kindern und Jugendlichen und gewinnt so den diesjährigen Prix Metal Recycling.



Sammeloriginal von A bis Z

Der ausgebildete Recyclist Christian Niederer aus Hornussen kennt sein Metier wie kein Zweiter. Bis zu seiner Selbstständigkeit als regionaler Metallsammler war er als Hallenchef in Recyclingbetrieben tätig und kennt so den Umgang mit gesammelten Rohstoffen. Nun ist das Metallsammeln seit 5 Jahren seine grosse Lebensaufgabe, die ihn 7 Tage die Woche beschäftigt. Mit Velo und Anhänger betreut er im ganzen Fricktal einen beachtlichen Kundenstamm von privaten Haushalten wie auch Restaurants, Bars und Firmen. Pro Jahr kommen zwischen 4 und 5 Tonnen Metallverpackungen zusammen und mit seinem Velo legt er jährlich über 14'000 Kilometer zurück. Christian Niederer ist ein überzeugter Recyclist und schont unsere Umwelt in allen Belangen. Er mag das Ursprüngliche und von modernen Techniken wie E-Mail, Websites, sozialen Medien usw. hält er nicht viel. Einzig sein Handy und sein Velo sind ihm wichtig. Und damit hat er sein Business als Metallsammler aufgebaut und es funktioniert vorbildlich. Mit Herzblut engagiert sich Christian Niederer für das Sammeln von Metallverpackungen und verdient so den Titel als Schweizer Meister im Metallsammeln 2016.



Familienengagement im Sammeln und Recycling

Der 33-jährigen Kathi Keppler aus Interlaken sind Themen wie Nachhaltigkeit, Recycling und Ressourcen schon lange wichtig. Deshalb setzt sie auf einen rücksichtsvollen Umgang mit wiederverwertbaren Materialien wie Aluverpackungen und Konservendosen aus Weissblech. Im Familienhaushalt, den sie mit dem 9-jährigen Diego und der 6-jährigen Kaja führt, werden alle Aluverpackungen von der Getränkedose über die Menuschalen bis zu den Tuben sowie   Konservendosen für Erbsli, Ananas usw. gesammelt. Auch die Aludosen, die die drei auf Spaziergängen finden, kommen bei Kepplers in den Sammelsack, den sog. Metal Bag. In ihren Arbeitsalltag als Assistentin im Spielkasino in Interlaken hat Kathi Keppler das Bewusstsein für die Wiederverwertung ebenfalls voll integriert. Sie motiviert alle Mitarbeitenden – von der Putzequipe bis zum Croupier – leere Aludosen mit den Metal Bags zu sammeln. 1 x pro Monat leeren die Kepplers die voll gefüllten Metal Bags in einer öffentlichen Sammelstelle der Gemeinde Interlaken. Durch dieses umsichtige Verhalten haben Kathi Keppler und ihre 2 Kinder den Titel als Schweizer Meister im Metallsammeln 2016 mehr als verdient.

2015

2015

Jugendliche aus Wallisellen sensibilisieren fürs Recycling

Über eine Projektarbeit haben vier Jugendliche (Nicola Müller, Céline Bergmann, Sarina Cescutti und Debora Junod) der Klasse A3a im Schulhaus Bürgli in Wallisellen das Aludosenrecycling allen rund 320 Schülern der 17 Klassen im Schulhaus Bürgli schmackhaft gemacht. Sie informierten mit selbst gestaltetem Infomaterial und stellten Sammelboxen für Aludosen auf. Die breit angelegte Sensibilisierungskampagne ist schnell auch ausserhalb der Schule wahrgenommen worden. Am Walliseller Frühlingsmarkt 2015 konnte die Projektgruppe auf einem von den örtlichen Elektrizitätswerken “die Werke“ gesponserten Stand das Aludosenrecycling den Marktbesuchern vorstellen. Diese überzeugende Sensibilisierungsarbeit von engagierten Jugendlichen verdient den Schweizer-Meister-Titel im Metallsammeln.



Organisierte Sammeltage der Gourmetchuchi Biel

Zur Teilfinanzierung der Clubausgaben hat der private Kochclub Gourmetchuchi Biel 2014 entschieden, Metallverpackungen zu sammeln. Seitdem gehen die acht Hobbyköche regelmässig auf Sammeltour für Metallverpackungen. Gesammelt wird in Privathaushalten, in Gastrobetrieben und auch an Events. Gemäss Chef Markus Luder spornen sich die Mitglieder gegenseitig zum Sammeln an. 2014 kamen bereits 2’000 Kilo Aludosen sowie viele Konservendosen aus Stahlblech zusammen. Das Ziel für dieses Jahr ist, rund 5’000 Kilo Aludosen und eine grosse Anzahl von Konservendosen aus Stahlblech ins Recycling zu bringen. Die ungebrochene Sammellaune im Kochclub Gourmetchuchi Biel wird mit dem Prix-Metallrecycling ausgezeichnet.



Monatlich 500 Kilo Aludosen für Büchsli-Bruno aus Goldau

Ein unverzichtbares Hobby ist das Aludosensammeln für Bruno Torelli – genannt Büchsli-Bruno – aus Goldau. Seit 1 1/2 Jahren setzt er jede freie Minute dafür ein und tourt durch den ganzen Kanton Schwyz: zu den Coop Tankstellen, in Restaurants, auf Campingplätze oder in den Ökihof Goldau. Jede leere Aludose – auch wenn sie auf dem Boden oder in Wiesen herumliegt – wird von Büchsli-Bruno gesammelt und in die Wiederverwertung nach Brunnen geführt. Das “Büchsle“ wie er es nennt, sei für ihn eine grosse Leidenschaft und er sei über den kleinen finanziellen Zustupf sehr froh, betont er. Als Büchsli-Bruno ist er im ganzen Kanton Schwyz ein bekannter Alusammler und so ein würdiger Gewinner des Prix-Metallrecycling.

2014

2014

Go Green: Volksbewegung in Hallau/Oberhallau SH

Bei den 15 Jugendlichen der 5. und 6. Klasse in den Schulen Hallau/Oberhallau ist das Aludosen-Sammeln ein Ritual. Das Projekt, genannt Go Green! löste über die sozialen Medien der Schule sowie über Mund-zu-Mund-Propaganda eine grosse Sammelbewegung in der Region aus. Ursprünglich im Klassenlager eingeführt, werden seit Anfang Jahr regelmässig die Strassen der beiden Dörfer von weggeworfenen Dosen gesäubert. „Uns hat vor allem die Beteiligung der Bevölkerung überwältigt. Eine echte Sammeleuphorie ist ausgebrochen“, freut sich Tim Schriber, der Lehrer und Initiant des Projektes (im Bild hinten links). Viele Begeisterte – darunter auch das Spital Schaffhausen, die Busbetriebe und lokale Handwerksbetriebe – bringen nun ihre gesammelten Dosen freiwillig zur Schule, wo eine zentrale Sammelstelle eingerichtet ist. In der Freizeit werden die Dosen von den Kindern gepresst und dem regionalen Altstoffhandel abgeliefert. Go Green läuft seit Anfang Jahr und Insgesamt sind schon mehrere Hundert Kilo Aludosen zusammengekommen.



Neusammler: Familie Zurfluh aus Seedorf UR

Anfang März hat Mutter Michaela Zurfluh (im Bild rechts) vom Prix Metallrecycling gelesen und war begeistert. Zusammen mit ihren drei Kindern, Leonie (11), Robin (9) und Jonas (6) kreierte die Familie ein Konzept, wie die Bevölkerung von Seedorf zum Alusammeln motiviert werden könnte. Das Spielhaus im Garten der Zurfluhs wurde zu einer Alu-Sammelstelle umfunktioniert, und die drei Kinder verteilten Flugblätter und machten Aushänge im Volg-Laden und in der Schule. Das Echo war toll: viele Bewohner von Seedorf bringen regelmässig ihre leeren Metallverpackungen zu den Zurfluhs. „Für mich waren die letzten Wochen eine interessante Erfahrung“, sagt Mutter Michaela. „Einerseits sind unsere Kinder nun fürs Metallsammeln motiviert und andererseits freut mich die Begeisterung der Bevölkerung.“ An Gesammeltem kam einiges zusammen: 1 Sammelsack an Konservendosen aus Stahlblech und 2 ½ Säcke an Aluminiumverpackungen. Die Familie Zurfluh wird ihre Sammeltätigkeiten fortführen und zusätzlich im Sommer auch am See und an diversen Festen und Sportveranstaltungen nach leeren Aludosen Ausschau halten.



Hochschule Lausanne mit perfektem System in der Separatsammlung VD

In der eidgenössisch technischen Hochschule in Lausanne sind rund 14’000 Mitarbeitende und Studierende in 70 unterschiedlichen Gebäuden beschäftigt. „Umweltfreundliches Handeln nimmt in der Hochschule einen hohen Stellenwert ein“, betont Denis Monney, Verantwortlicher des Hausdienstes. Dazu zählt natürlich das Sammeln und Recycling von Wertstoffen: alles wird gesammelt von Alu über Lampen bis zum Toner. Weiter fallen viele Spezial-Abfälle an. Für den Unterhaltsdienst sind insgesamt 13 Mitarbeitende engagiert. Über 100 dezentral aufgestellte Sammelpunkte (im Bild), die von den Mitarbeitenden und den Studierenden rege gefüttert werden, sorgen für Ordnung und Sauberkeit. Bei Aluminium sind es vor allem Aludosen, die von den zahlreich aufgestellten Boxen oder Dosenpressen geschluckt werden. Konservendosen aus Stahlblech und Haushaltaluminium wie Kaffeekapseln, Tuben und Schalen (aus den Küchen und Kantinen) kommen direkt in die zentrale Sammlung, von der die Wertstoffe zu einem regionalen Recyclingbetrieb gelangen. Insgesamt liefert der ganze Campus jährlich 1,3 Tonnen Aluminium, wovon über 1,27 Tonne Aludosen, und rund 14 Tonnen an Konservendosen aus Stahlblech in die Wiederverwertung.

2013

2013 *

Sportliches Dosensammeln der Jungschwinger

Seit letztem Jahr sind die Jungschwinger des Schwingklubs Fricktal ganz aufs getrennte Sammeln von Aludosen und PET-Flaschen ausgerichtet. Die Betreuerin, Brigitte Mangold, ist fürs Wohl der Jugendlichen besorgt und motiviert sie auch fürs getrennte Sammeln. An jedem Training und an jedem Schwingfest werden die leer getrunkenen Aludosen und PET-Flaschen getrennt gesammelt und bei Brigitte Mangold zu Hause in Säcken gesammelt. „Meine Anstrengungen fürs Sammeln und gegen das zunehmende Littering kommen bei den rund 30 Jungschwingern gut an. Im letzten Jahr gingen bereits über 100 Kilo Aludosen ins Recycling und in Zukunft werden es noch einige mehr sein“, freut sich Brigitte Mangold. „Unsere Sammeltätigkeiten haben wir in dieser Saison ausgeweitet.“ An Schwingfesten wird schon das gesamte Festareal von den Jugendlichen auf Aludosen abgesucht und auch von zu Hause und der Schule bringen die Jungschwinger ihre gesammelten Dosen zur zentralen Sammelstelle von Brigitte Mangold. Von hier kommen die Dosen zur Ökoservice Schweiz AG in Rheinfelden. Die 1 Franken 30 Rappen pro gesammeltes Kilo Aludosen, die die Jungschwinger von IGORA für ihre Sammeltätigkeiten erhalten, kommen auf das Sparkonto. Zusammen wird entschieden, was mit dem Geld Ende der Saison gemacht wird. Die Auszeichnung als Schweizer Meister im Alusammeln steht den engagierten Jungschwingern gut an – nur weiter so!



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Schule als Vorbild gegen Littering

Das Entsorgungskonzept im Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs SG hat Vorbildcharakter. Seit 2012 sind im und ums Haus 47 Wertstoffsammelstellen für Alu, PET und Restmüll eingesetzt, die von rund 3000 Lernenden und den 200 Lehrpersonen wöchentlich benutzt werden. „Ordnung muss sein und unsere Schule übernimmt dafür eine Vorbildfunktion“, sagt Marcel Wessner, Initiant des Entsorgungskonzeptes. „Der Sammelkomfort mit den neuen Wertstoffsammelstellen ist für die Lehrpersonen und die Lernenden enorm gestiegen und die Sammeldisziplin hat zugenommen. Vieles landete früher im Müll oder am Boden, was heute automatisch gesammelt wird. Das Separieren funktioniert perfekt und das Littering hat auf dem ganzen Areal erheblich abgenommen.“ Seit der Einführung konnte die Rücklaufquote von Aludosen bedeutend gesteigert werden. Im Jahr 2012 gingen insgesamt 314 Kilo in die Wiederverwertung. Die 1 Franken 30 Rappen spendet die Schule jeweils an Pro Infirmis. Ein durchdachtes Konzept, das vom Hausdienst, der Schulleitung und der Lehrerschaft aktiv unterstützt wird und das auch in anderen Weiterbildungs- und Begegnungsstätten Schule machen könnte. Dank dieser Vorbildfunktion ist das Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs ein verdienter Sieger des Prix Alurecycling 2013.



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Soziales Netzwerk von Alusammlern am Bodensee

Ursula Zuber in Amriswil, Mutter von drei Kindern, ist eine passionierte Sammlerin von Aludosen. Herumliegende Dosen sind für sie wertvolles Geld und sie engagiert sich als Familienfrau sowohl im Beruf wie privat aktiv für mehr Ordnung und gegen das Littering. Ihr jüngster Sohn Anthony unterstützt sie beim Dosensammeln vor allem bei Spaziergängen und im Freien. Die Sammeltätigkeiten von Mutter und Sohn fanden bald auch im Freundeskreis Beachtung. Mittlerweile ist durch Mund-zu-Mund-Propaganda ein Netz von bis zu 20 begeisterten lokalen Dosensammlern entstanden. Sie sammeln in Take-Aways, an Bahnhöfen, öffentlichen Grillstellen und in Strassen und Parks in Amriswil und Kreuzlingen und bringen die Sammelware zu Ursula Zuber. Diese füllt die Dosen in Säcke ab und bringt sie zum nahe gelegenen Recyclingbetrieb, der ihr 1 Franken 30 Rappen pro gesammeltes Kilo vergütet. Pro Jahr kommen an die 300 Kilo Aludosen zusammen. Mit dem Geld wird eine Grillparty unter den Sammlern organisiert. Das soziale Netzwerk an Dosensammlern am Bodensee wächst dank dem unermüdlichen Einsatz von Ursula Zuber und ihrem Sohn tagtäglich. Deshalb werden die beiden Schweizer Meister im Alusammeln 2013.

2012

2012 *

Abfalltrennung wird vorgelebt

Das Ausbildungszentrum Mittelland des Fachverbandes für Betriebsunterhalt in Sursee LU ist ein Vorbild, was Abfalltrennung anbelangt. Im ganzen Zentrum stehen Sammelbehälter für Aludosen und Pet-Flaschen, die von den Auszubildenden rege benutzt werden. Der Leiter der überbetrieblichen Kurse – Paul Hegi – setzt sich aber auch rund ums Areal für Sauberkeit ein. Bei seinem mittäglichen Spaziergang mit seinem Hund auf dem Weg zum Bahnhof, auf dem auch die Auszubildenden unterwegs sind, liest er alle herumliegenden Aludosen zusammen und bringt sie zu den Sammelbehältern in der Schule. In einem halben Jahr sammelt Paul Hegi so sagenhafte 7500 Aludosen. Dies gab ihm auch die Initialzündung, im Unterrichtsstoff für die rund 600 Lernenden für Betriebsunterhalt neu das Modul Abfalltrennung mit den Inhalten Ressourcenschonung, CO2, Energiesparen und Wertstoffkreisläufe zu integrieren. „Nur wenn wir unseren Nachkommen vorleben, wie wir mit der Umwelt umgehen sollen, können wir unseren wertvollen Planeten nachhaltig retten“, sagt Paul Hegi, der verdiente Gewinner des Prix Alurecycling.



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Abholservice für alles Wiederverwertbare

Im zürcherischen Knonauer Amt ist der Abholservice von Sven Blaser ein Begriff. Angefangen hat alles Anfang 2010. Dem Einheimischen, der Teilzeit bei einer Metallbaufirma arbeitet, machte es Spass, leere Aludosen aus den Abfalleimern zu fischen und zu sammeln. Die Faszination, Wiederverwertbares zusammenzutragen, liess ihn nicht mehr los und zu den Aludosen gesellten sich bald auch Flaschen und weitere wiederverwertbare Stoffe. Aus dem anfänglichen Hobby entwickelte sich eine weitere Teilzeitbeschäftigung, denn nach und nach fand sein Service Beachtung und Anfragen kamen von Bekannten, aber auch aus Bars, Shops usw. Und so baute Sven Blaser seinen Abholdienst für Wiederverwertbares auf, der heute bereits über 400 Kunden zählt. Darunter Tankstellenshops, Badeanstalten, Denner-Filialen, Bars, Restaurants, verschiedene Gemeinden im Knonauer Amt und natürlich Privathaushalte. „Oft arbeite ich bis spät in die Nacht und auch an Samstagen, doch mein Abholservice ist für mich eine sehr bereichernde Aufgabe“, freut sich Sven Blaser. Die Kunden bedient er mit seinem Mofa mit Anhänger und die Sammelware wird in seinem mit Shredderanlage ausgestatteten Lager in Zwillikon zwischendeponiert, bevor sie ins Recyclingwerk Wiederkehr in Walterswil kommt. Pro Jahr sammelt er zwischen 3,5 und 4 Tonnen Aludosen. Sven Blaser wird sich mit den 1000 Franken Preisgeld einen neuen Roller anschaffen, damit er seine Kunden noch besser bedienen kann.



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Aargauer Familie sorgt für Ordnung

Tanja Märki aus Niederrohrdorf hat von ihrem Vater, der Schulhausabwart war, gelernt, Aludosen zu sammeln und diese ins Recycling zu bringen. Zusammen mit ihrem Sohn Philipp (11-jährig) und ihrer Tochter Jasmin (7-jährig) sammelte sie anfänglich auf Wanderungen herumliegende Dosen. Die Begeisterung, die ihre Kinder dabei entwickelten, motivierte die Mutter, das Aludosensammeln weiter auszubauen und es auch Freunden und Bekannten zu vermitteln und die ganze Umgebung zu sensibilisieren. „Für mich ist es wichtig, weiterzutragen, dass wir nicht einfach alles wegwerfen können. Deshalb habe ich auch meinen Kindern beigebracht, auf dem Schulweg und in ganz Niederrohrdorf Dosen zu sammeln“, erklärt Tanja Märki. Ihr Engagement wird belohnt, immer mehr Bekannte und Freunde bringen ihre leeren Dosen den Märkis zum Pressen, die sie anschliessend ins Recyclingwerk Ferro nach Baden bringen. Letztes Jahr waren es bereits 233 Kilo Aludosen; im 2012 wollen die Märkis 500 Kilo erreichen. Doch die Märkis möhten noch mehr. Zusammen mit der Gemeinde möchten sie einen Anti-Littering-Club gründen und in Zukunft in Niederrohrdorf regelmässig Anti-Littering-Tage für die gesamte Bevölkerung durchführen. Ein zukunftweisender Einsatz für unsere Umwelt, der mit dem Prix Alu-Recycling belohnt wird.

2011

2011 *

Junge Recyclingfans im Berner Jurasüdfuss

Früh übt sich, wer Recycling Meister werden will. In der Gemeinde Pieterlen am Berner Jurasüdfuss werden bereits die rund 250 Primarschüler des 3500-Seelen-Dorfs zum umsichtigen Sammeln und Wiederverwerten von Wertstoffen herangezogen. Die ständige Sensibilisierung fürs Sammeln und Recyceln von Wertstoffen bettet der Schulleiter Markus Weibel in den Unterrichtsstoff ein. Er klärt auf, wie zu Hause die Wertstoffe getrennt zu sammeln und zu entsorgen sind und was aus dem Gesammelten alles wieder Neues entstehen kann. So wird rundum gelebt, was vermittelt wird. Das alles ist nur möglich durch die gute Zusammenarbeit mit dem Hauswartteam. Für das Aluminium gibt es im Klassenzimmer von Markus Weibel sogar einen separat bereitgestellten Alusack. «Die jährlich gesammelte Menge ist zwar nicht hoch, doch Hauptsache, die Schüler erkennen das wertvolle Aluminium und legen es in den Sammelsack», betont Markus Weibel. Das bewusste Trennen von Alu, Papier, Karton, Batterien, PET-Flaschen und Abfall ist ihm wichtig. Neben der Schule steht Weibel auch in der Gemeindekommission für Entsorgung für ein nachhaltiges Denken ein. Und so kommt es, dass sich auch die Gemeinde Pieterlen vorbildlich verhält, was das getrennte Sammeln von Wertstoffen angeht. Kürzlich konnte eine neue Entsorgungsstelle mit speziellen unterirdischen Containern – darunter natürlich auch für Alu – eröffnet werden. Jung und Alt sind in Pieterlen zu echten und starken Wiederverwertern herangewachsen. Grund genug, an die Primarschule Pieterlen die Auszeichnung als Schweizer Meister im Alusammeln zu senden. Der Preis motiviert die Lehrpersonen und Schulkinder noch mehr zu sammeln und der Umwelt Sorge zu tragen.



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Familien-Teamarbeit mit grosser Wirkung

Der Umwelt Sorge tragen und gleichzeitig etwas Sackgeld verdienen, begeistert im st.- gallischen Zuckenriet Mama und Papa Schaltegger mit Ramon (11-jährig), Luca (10-jährig) und Kristina (9-jährig). Auf einen Artikel im Migros Magazin sind sie seit 2009 die grossen Aludosen-Sammler in Zuckenriet und Umgebung. Schalteggers Leidenschaft fürs Dosensammeln steckte bald die ganze Dorfbevölkerung an: In ganz Zuckenriet ist kaum mehr eine herumliegende Aludose vorzufinden. Mit viel Geschick und vorbildlichen Aktionen, wie mit Flyern, Plakaten und persönlichen Gesprächen schalten und walten die Schalteggers beim Alusammeln in der ganzen Region. Mit Erfolg, denn jährlich kommen so über 200 Kilo Aludosen zusammen, die sie zu Hause in der Garage sammeln und quetschen, bevor diese nach Wil zum Recycling Drive kommen. Verschiedene Sammelstützpunkte in der Region werden von der Familie Schaltegger betreut wie bei den Ladengeschäften Volg/Bäckerei Näf und dem Landgasthof Adler in Zuckenriet. In den Gemeinden Niederhelfenschwil und Erlen sind sie bei den beiden Werkhöfen sowie beim Jugendtreff Tremix. Dass das Sammelbusiness der Schalteggers so gut läuft, ist besonders Mutter Mirjam zu verdanken. Denn bei ihr laufen alle Fäden zusammen und sie koordiniert und vermittelt, wo immer es geht. Die 1 Franken 30 Rappen pro gesammeltes Kilo Aludosen und die 1000 Franken, die die Familie nun als Gewinner des Prix erhält, gehen aber ausschliesslich in das „Kässeli“ der drei Kinder, die an ihrem Sammlerjob eine Riesenfreude haben und jetzt mit dem Titel als Schweizer Meister noch mehr Elan an den Tag legen werden.

 



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Autowaschen, putzen, trennen, entsorgen

Mit solarem Warmwasser und einem durchdachten Ökokonzept werden in der modernen Autowaschanlage Kübler CarWash Solar in Winterthur jährlich Zehntausende von Autos sauber geschrubbt. Gelebtes Ökomanagement ist hier Trumpf und das Verdienst des Leiters Philemon Reist und seiner zwei Mitarbeitenden. Schon früh erkannte das Team das Bedürfnis der Kunden, beim Autowaschen auch gern einen gründlichen Putz im Autoinnern vorzunehmen. Und da kommen tagtäglich einige wertvolle Rohstoffe in die Abfallkübel der Kübler CarWash Solar: Batterien, Pet-Flaschen, Aludosen, Elektroschrott wie Autoradios und Überbrückungskabel und anderes mehr. Ein richtiger Fundus an Wiederverwertbarem. Vieles was hier landet, sieht Philemon Reist als Rohstoffquelle und durchforstet so mit seinen Mitarbeitenden die Abfallkübel. «Das lohnt sich, denn was hier alles landet, hält kaum einer für möglich», erklärt Reist. Seit 2008 legt er Wert auf das Trennen und Aussortieren des Inhalts der Abfallkübel und seit dieser Zeit werden auch die anfallenden Aludosen separat gesammelt. Pro Jahr kommen so über 100 Kilo an wertvollem Aluminium zusammen. Mit dem getrennten Entsorgen des Abfalls spart die Waschanlage erhebliche Abfallgebühren und erhält auch Entschädigungen für einige Rohstoffe: pro Kilo Aludosen zum Beispiel bei der Abgabestelle in Winterthur, der Maag Recycling, 1 Franken 30 Rappen. Die Auszeichnung als Schweizer Meister im Alusammlen steht dem engagierten Reinigungsteam gut an.

2010

2010 *

Umweltinfos in der Rekrutenschule

Rund 1200 Rekruten absolvieren in der Kaserne Neuchlen-Anschwilen in Gossau/St. Gallen die  Basisausbildung zum Soldaten. Der richtige Umgang mit Rohstoffen zählt in den ersten Tagen der Rekrutenschule zum Lernprogramm. Der Hausmeister Daniel Herr ist froh über das konsequente Weitervermitteln von wichtigen Umweltinfos: «Bei uns ist das Sammeln von Wertstoffen ein echter Selbstläufer. Jeder Rekrut hält sich an die Instruktionen, die er zu Beginn der Schule erhält.» Pro Rekrutenschule werden gegen 13 Sammelsäcke gefüllt und jährlich erhält die Solenthaler Recycling AG in Gossau SG rund 250 Kilo gesammelte Aludosen aus  der Kaserne. Pro Kilo Sammelgut wird durch die IGORA 1 Franken 30 Rappen ausbezahlt. In der ganzen Armee setzt man sich seit Jahren für ein konsequentes Sammeln der Rohstoffe ein. Neuchlen-Anschwilen ist ein Musterbeispiel und wird deshalb mit dem Schweizer Meister im Alusammeln ausgezeichnet.



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Lostorfer Familie fürs Wiederverwerten auf Tour

Engagiert für die Umwelt ist die Familie Oetterli in Lostorf. Mutter Michaela macht seit Langem als Mitarbeiterin beim Denner Satelliten in Lostorf ihre Kunden auf das getrennte Sammeln von Getränkegebinden aufmerksam. Doch damit nicht genug: Sie wollte mehr für die Umwelt tun, weil es für sie etwas Sinnvolles ist. Nun platziert sie seit Ende 2008 Sammelbehälter für Aludosen in diversen Lokalen in Lostorf und Umgebung und ist zudem für die Entsorgung der vollen Sammelsäcke verantwortlich. Dazu zählen auch die zwei Alucontainer vor dem Denner-Satelliten. Wöchentlich setzt sie ca. zwei Stunden zur Betreuung und zum Abholen der Sammelsäcke ein. Die Idee trägt Früchte: Im 2009 brachte Michaela Oetterli eine Tonne Aludosen in die Wiederverwertung. 2010 dürften es noch mehr werden. Mit ihren beiden Kindern Rabea, 9-jährig, und Ramses, 11-jährig, sammelt sie zudem alle herumliegenden Dosen auf Spaziergängen und auf Velotouren. Für diesen Einsatz für die Umwelt wird Michaela Oetterli Schweizer Meisterin im Alusammeln. 



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Sammelfieber im Club

Im Luzerner Insider-Club The Loft ist das Wiederverwerten von Getränkegebinden Chefsache. Der Clubmanager Martin Knöpfel setzt alles daran, dass die leeren Gebinde separat gesammelt und wiederverwertet werden. 100 % Recycling ist hier Realität. Die Tischabräumer sammeln die Dosen in speziellen Behältern hinter der Bar, bevor sie im Lager mit Dosenpressen gequetscht und in Sammelsäcke abgefüllt werden. Regelmässig fährt Clubmanager Martin Knöpfel mit bis zu 25 vollen Sammelsäcken in den Recyclingbetrieb Gotthard Schnyder AG in Emmen. Pro Jahr kommt eine Tonne an leeren Aludosen aus dem Club zusammen. Mit dem Erlös von 1 Franken 30 Rappen pro Kilo gibts ab und zu einen Teamevent. Der Clubmanager und sein Team werden zu Schweizer Meister im Alusammeln gekürt.

2009

2009 *

Litteringfreie Verkehrsbetriebe Zürich VBZ

Littering ist bei den meisten öffentlichen Verkehrsbetrieben ein konstantes Ärgernis. Nicht so bei den Zürchern. Die haben die Sache im Griff und gelten schweizweit als eigentliches Vorbild. Guido Eicher, Leiter des VBZ Clean Teams, nennt Zahlen: «Seit 1999 überwachen und säubern wir mit unserem Clean Team von rund 50 Teilzeitmitarbeitenden Trams, Busse und die Forchbahn. Pro Tag ist das eine Abfallmenge von ca. 2500 Kilo, was übers Jahr ca. 40 Müllwagen ausmacht.» Seit Herbst 2008 sammelt das Team im Rahmen eines Pilotprojektes alle Aludosen separat. Mit erstaunlichem Resultat, wie Guido Eicher sagt: «Die Separatsammlung hat ungemein eingeschlagen. Bis heute sind über 900 Kilo Alu zusammengekommen.» Eicher geht von einer Menge von bis zu 1600 Kilo jährlich aus. Nicht umsonst gehört das Team zu den Gewinnern des Prix Alu. Die Teamkasse wird mit den 1 Franken 30 Rappen, die IGORA pro gesammeltes Kilo Alu ausbezahlt, laufend gefüttert. 



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Benis Berner Alu-Blitz sucht Neu-Kunden

Alu-Blitz taufte Benjamin Ramseier aus Krauchthal BE sein Wägeli, mit dem er auf Streifzügen durch Wald und Wiesen wie auch in Burgdorf und Bern herumliegende Aluverpackungen und Sonstiges einsammelt. Angefangen hat der selbstständig Erwerbende Allrounder mit seinem Hobby, das inzwischen zu einem eigentlichen Sammeldienst herangewachsen ist, vor 1 1/2 Jahren. «Ein zweites Standbein seiner Einzelfirma», wie er sagt. Ramseier holt auch bei Privaten Alu ab. Mit Chauffeur Kurt Sterchi hat er dafür einen idealen Businesspartner gefunden. «Zu zweit arbeiten wir noch effizienter.» Und er wittert Entwicklungspotenzial. Die Alusammlung will er demnächst für Berner Restaurants anbieten. Ob die einsteigen, ist noch offen. Doch den Prix haben Benjamin Ramseier und Kurt Sterchi mit ihrem freiwilligen Engagement mehr als verdient. Im ersten Businessjahr mit dem Alu-Blitz sammelte das Duo rund 200 Kilo Alu. Mit dem Preisgeld von 1000 Franken und den 1 Franken und 30 Rappen Dosengeld wird vor allem Benis Alu-Blitz auf Vordermann gebracht.



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Grenzenlos für die Umwelt auf Trab

Die dritte Preisträgerin des Prix-Alurecycling ist die Kongolesin Emi Ipala. An ihrem Arbeitsplatz im Call Center der Swisscom in Dübendorf weibelt sie besorgt für die Wiederverwertung der leer getrunkenen Aludosen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Rund 170 Kilo im Jahr sammelt sie in zwei aufgestellten Sammelboxen, die sie eigenhändig entleert und sauber hält und die Dosen zum Altstoffhandel bringt. Doch damit nicht genug: bereits hat sie ein Sammelkonzept für alle Swisscom-Filialen in der Schweiz ausgearbeitet. Nun wartet sie auf das OK aus der Zentrale. Ihre Leidenschaft für eine saubere Umwelt  führte weiter zur Gründung des «Vereins Umwelt ohne Grenzen – Association environnement sans frontières». Eine Wohltätigkeitsorganisation, die mit dem Sammelgeld aus der Schweiz Umweltschutzprojekte in ärmeren Ländern wie Afrika unterstützt. Deshalb hat Emi Ipala neben ihrem Arbeitsort auch Event-Sammelkonzepte entwickelt. Und seit 2007 setzt sie an verschiedenen Events Teams von 3 bis 30 Personen erfolgreich ein: Euro 2008, Streetparade Zürich, Afro Pfingsten Winterthur sind einige Top-Referenzen. Sie klappert Bars und Restaurants ab und investiert alles  in ihren Verein. Pro Jahr bringt sie eine Sammelmenge von über 500 Kilo Aluverpackungen zusammen.

2008

2008 *

Konsequentes Kloster in Disentis GR

Rund 200 Schülerinnen und Schüler sind derzeit an der Klosterschule in Disentis eingeschrieben. Der hauswirtschaftliche Betriebsleiter Kurt Ulmann hatte bei seinem Stellenantritt vor einigen Jahren das gesamte Areal des Benediktiner-Klosters und der Schule auf Recycling umgestellt. Etwa 150 Kilo Haushaltaluminium und Aludosen kommen seither pro Jahr zusammen. Auch Wertstoffe aus anderen Materialien werden gesammelt und fachgerecht entsorgt. «Ressourcenschonung und die Liebe zur Natur sind meine Motivation, aber auch der bewusste, nachhaltige Umgang mit Energie», begründet Kurt Ulmann sein Engagement. Das konsequente Recycling habe zudem einen motivierenden Effekt auf die Schülerinnen und Schüler des Klosters, ist er überzeugt. Und auch die Benediktiner-Mönche selbst sind begeistert vom tadellos funktionierenden Recycling: Sie sammeln pro Jahr rund 40'000 Alu-Becher von Votivkerzen, mit denen Hilfe- und Ratsuchende in der Klosterkirche um Gottes Licht und Segen bitten.



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In Signau BE ist keiner zu klein, um zu sammeln

Vor eineinhalb Jahren hatte der heute achteinhalbjährige Oliver Schüpbach aus Signau im Emmental am Wegrand eine Aludose entdeckt. Seine Mutter erklärte ihm, dass diese wertvoll sei, gesammelt werden müsse und sogar Geld bringe. Seitdem sammelt Oliver mit grossem Eifer Aludosen – an seinem Wohnort oder an den Bahnhöfen in Signau, Schüpbach und Langnau. Seine jüngere Schwester Alisha hat Oliver inzwischen auch schon im Sammeln angelernt. «Alle in unserer Familie sind sehr naturverbunden», erzählt Frau Schüpbach, «da ist es selbstverständlich, Wertstoffe vom übrigen Abfall zu trennen und sie fachgerecht zu entsorgen.» Zentrale Sammelstelle für die Alufunde ist der Heizungskeller: Hier zertreten die beiden Kinder die Dosen jeweils in transportgerechte Form. Im ersten Halbjahr 2008 waren das schon rund 40 Kilo.



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Sammeln hinter den Kulissen in Lausanne VD

Im Atelier des Théâtres de Vidy-Lausanne ist das Sammeln von Wertstoffen aller Art schon lange selbstverständlich. Denn Chefkonstrukteur Thomas Beimowski kennt sich nicht nur im Kulissenbau für die Produktionen des Theaters aus, sondern auch mit verschiedensten Materialien. So kommt in der Werkstatt alles, was recycelt werden kann, in separate Sammelbehälter: Papier, Kapseln vom Pausenkaffee, Aludosen, PET-Flaschen, Glas, Batterien sowie typische Kulissenbau-Werkstoffe wie Sagex, Holz und Metallabfälle wie etwa Profile und Stangen aus Aluminium. Er und seine zwei Mitarbeiter sind beim Sammeln motiviert bei der Sache. «Sammeln und Recyceln ist der einzig vernünftige Umgang mit unserer Natur und unseren Ressourcen», ist Thomas Beimowski überzeugt. Er optimiert die Sammelinfrastruktur im Atelier ständig und hat für Verbesserungsvorschläge aus seinem Team immer ein offenes Ohr.



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Supersieg für RASCH-Recycling

Ralf Schächtele und Rahel Rickenbacher gewannen den Prix-Alurecycling bereits 2007. Für ihren unermüdlichen Sammeleifer hat die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling den beiden zur zehnten Austragung des Wettbewerbs nun den Titel Supersammler 2008 zuerkannt. Bis zu 120 Lokalitäten und Sammelorte betreut das Duo im Raum Olten, Solothurn und Basel. In einer logistisch perfekt ausgedachten Tour fahren Ralf Schächtele und Rahel Rickenbacher vierzehntäglich Pubs, Restaurants und Events an und holen die leer getrunkenen Aludosen und Metallabfälle ab. Seit Kurzem ist das Team mit einem geräumigen Occasion-Mercedes Vito unterwegs. Grösster Kunde von RASCH-Recycling ist nach wie vor der Billiard und Music-Club Joker in Sissach, mit 60 Kilo Dosen im Monat.

2007

2007 *

Gewinner

Bildungszentrum für Technik, Frauenfeld (Bild)

Berufsschule, Aarau

Feyzi Ekici, Wollerau ZH

2006

2006 *

Verein Freestyle Park, Zürich



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Ralph Schächtele, Türnen BL



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Jugendherberge Palagiovani, Locarno

2005

2005 *

5. / 6. Schulklasse Hofstatt, Luthern



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Engin Eskin, Ebikon



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Rhätische Bahn AG, Chur

2004

2004 *

Strafanstalt, Lenzburg



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Palais Extra, Ebnat-Kappel



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Sandra + Markus Graf, Luzern

2003

2003 *

Judentreff Lifestyle, Willisau



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Oberstufenklasse Schulhaus Risiacher, Buchs AG



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Kebab Altintas, Frauenfeld

2002

2002 *

Gewinner

Piccadilly Pub, Lyss


Badeanstalt, Tenero


Dumont SA, Montignez